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Master David Chenut
Programme

ISMA-Escryma

Einfachheit

ISMA-Escryma basiert auf dem Prinzip der Einfachheit, wie aus folgenden daraus resultierenden Konzepten hervorgeht :

  1. Angriff = Abwehr : Die Ideen des Angriffs und der Abwehr wurden in einem einzigen Konzept vereint. Anstelle von zwei Bewegungen (Abwehr und Konterangriff) gibt es nur noch eine Bewegung (Angriff), was Zeit und Energie spart und gleichzeitig die Anwendbarkeit drastisch erhöht. ;
  2. Distanz, Beinarbeit und Angriffsposition : 3 Distanzen mit angepasster Beinarbeit und mit einer fokusierten Angriffsposition ;
  3. Kastenprinzip : der Körper ist in 4 gleiche strategische Zonen und in eine Zentrallinie eingeteilt. Daraus resultieren 5 Angriffswinkel, welche je nach Situation im Rahmen der anderen Konzepte angewendet werden.

Angriff & Abwehr als einheitliches Konzept

Die Idee des Abwehrens basiert auf älteren traditionnellen Stilen. ISMA-Escryma basiert nicht auf diesen älteren Ideen, sondern benutzt moderne und realistische Konzept. Deshalb bedeutet eine Abwehr eigentlich einen Angriff im ISMA-Escryma-System, um Reaktionszeit zu verringern und um das Problem der Überkompensation durch die visuelle Erkennung eines Angriff zu umgehen. Wenn Sie einen Angriff abwehren wollen, müssen Sie zuerst den Angriffswinkel erkennen, was Sie zunächst in eine defensive und passive Position zurückwirft. Allerdings entspricht diese Position der eines Opfers, da Sie ausschliesslich von den Aktionen des Angreifers abhängen.

Laut einer Maxime steigt das Verletzungsrisiko während eines Kampfes proportionnal mit der Anzahl der benutzten Techniken, die benötigt werden, um den Kampf zu beenden, de facto also mit der Kampfdauer.

Indem wir die Ideen der Abwehr und des Angriffs miteinander verschmelzen (d.h. ein Angriff), konfrontieren wir unseren Gegner mit einem starken, hochqualitativen Angriff, d.h. wir lösen uns von der Opferrolle und verhindern dadurch den Impakt einer Überkompensation, welcher aus einer langen Reaktionszeit entsteht. Angriff ist die beste Verteidigung und deshalb nutzen wir die direkte Linie. Wir konzentrieren uns auf den Gegner, so als ob wir auf ihn schiessen wollten. Bei einer Konterattack kann es zum Kontakt mit der Waffe des Gegners kommen, falls letzterer die direkte Linie kreuzt, dadurch kann fälschlicherweise der Eindruck einer Abwehr entstehen. ISMA-Escryma basiert auf einer Angriffsidee (eine Bewegung) und nicht auf einer Idee von Abwehr&Konter (zwei Bewegungen). Ausserdem greifen wir stets den Gegner und nicht seine Waffe an, so schützen wir die Grenzen unseres Körpers und greifen an, was auch immer in unsere Zentrallinie kommt, z.B. der Körper des Gegners. Falls sein Angriff ausserhalb dieser Grenzen versucht hineinzukommen, dann greifen wir direkt seinen Körper, die Zentrallinie nutzend, an.

Folgende Fragen werden oft gestellt :

Unsere einzige Antwort lautet : was soll's !

Diese Antwort beantwortet alle obigen Fragen mit einem simplen Konzept: wie auch immer die Kraft, die Schnelligkeit, die Grösse, usw. des Gegners, treffen Sie ihn zuerst und warten Sie nicht, bis Sie selbst getroffen werden. Dies löst Sie von jeglichen Zweifeln und Ängsten, ausserdem wird der Gegner (initialer Angreifer) selbst zum Opfer seines eignen Angriffsversuches. Folglicherweise, kann er in dieser passiven Position nicht mehr sein eigenes Spiel spielen (seine Kraft, Schnelligkeit, Ausweichmanöver, usw. nutzend), weil er nun selbst damit beschäftigt ist, sich mit hilfe von Abwehrmanövern zu schützen. Deshalb: was soll's !

ISMA-Escryma basiert auf der Angriffsidee, um den Kampf so schnell wie möglich zu beenden.


Distanz, Beinarbeit und Angriffsposition

Um das Kastenprinzip anwenden zu könnnen, berücksichtigen wir 3 Hauptdistanzen :

Wenn man die Wurf- und Antibodendistanz berücksichtigt, dann gibt es eigentlich 5 Distanzen, allerdings benötigen wir nur die 3 obigen Distanzen aus folgenden Gründen :

Deswegen benutzen wir eine angepasste Beinarbeit um die 3 Hauptdistanzen zu überbrücken. Wir bewegen uns ständig nach vorne, um Druck auf den Gegner auszuüben, ähnlich wie im Kampfschiessen. Wir können uns in einer geraden Linie bewegen, um ein Innenziel zu treffen. Wir können auch eine Off-line Beinarbeit benutzen, um ein Aussenziel oder ein Innenziel zu treffen. In einer kurzen Distanz benutzen wir Punktschrittarbeit. Der Winkel, in dem wir zum Gegner stehen oder uns zu ihm hinbewegen, spielt keine Rolle, weil die angewandten Konzept immer die gleichen bleiben !

Um kontinuierlich Kraft aus jeglicher Distanz heraus zu generieren, stellen wir uns selbst und unsere Schultern in eine frontale Linie zu unserem Gegner. Dies ist auch noch unter dem "Nase-zu-Nase"-Prinzip bekannt. Die Fläche zwischen unseres Körpers und des Gegners hat die Form eines Dreiecks, dessen Spitze zum Gegner und dessen Basis zu unserem Körper zeigt. Eine solche fokusierte Angriffsposition ist vergleichbar mit der Startposition eines Kurzstreckenläufers, der auf das Startsignal wartet. Unsere Knie sind leicht nach vorne gebeugt, das Körpergewicht liegt im wesentlichen auf dem vorderen Bein, und unser hinteres Bein ist ebenfalls leicht gebeugt. Diese Angriffsposition erlaubt es uns, uns mit der Ferse nach vorne zu drücken. Unser ganzer Körper, unsere Beine und unsere Füsse zeigen zum Gegner, wie ein Pitbull, der darauf wartet von der Leine losgelöst zu werden.


Das Kastenprinzip

Es gibt 5 Angriffsarten/"Abwehrarten" als Reaktion auf einen kommenden Angriff :

Diese Angriffe / "Abwehrtechniken" werden dazu benutzt, um die Hände, Rippen, den Körper oder Kopf des Gegners zu treffen. Sollten die Waffen sich dennoch berühren, so heisst das, das der "Verteidiger" gezögert hat, zu langsam war oder langsamer reagiert hat.

Während der Kasten auf einem einfachen Konzept beruht, so ist dessen Anwendung relativ kompliziert. Um die Distanz zu überbrücken, die (Re)Aktionszeit zu vermindern und folglich die Schnelligkeit zu steigern, müssen wir unserem Gegner visuell und mit unserer Waffe der Position der gegnerischen Waffe folgen. Daraus resultiert, dass unsere Waffe sich stets in einer Kreuzposition mit der des Gegners befindet und so gleichzeitig als Schild gegen die gegnerische Waffe dient, was den Gegner dazu zwingt seinen Angriffswinkel durch eine Öffnung zu ändern.


Die 5 Schlüsselkonzepte

ISMA-Escryma beruht auf 5 Schlüsselkonzepten :

ISMA-Escryma Basics

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